Die Jahre 1996 bis 1997

Die Chorgemeinschaft Harmonie/Eintracht gründete 1996 einen Schüler- und Jugendchor in Zusammenarbeit mit der Musikschule Radolfzell, einen Projektchor sowie einen Volksliederchor zusammen mit dem Männerchor Frohsinn Radolfzell, der für ältere Sängersemester gedacht war und der vorwiegend einfaches Liedgut aus dem deutschsprachigem Raum sang. Mit dem Schüler- und Jugendchor wollte man vor allem 14- bis 21-Jährige ansprechen. Dieser Chor wurde im Februar 1997 mangels Beteiligung aufgelöst. Der Projektchor richtete sich an Menschen, die nicht in den Verein eintreten, aber trotzdem gelegentlich bei Auftritten mitmachen wollen. Mit diesen beiden Chören sollte dem Nachwuchsmangel entgegen getreten werden. Denn es war nicht gelungen, Mitglieder aus dem Jungen Chor Canti Nova für die Chorgemeinschaft zu gewinnen. Das lag nach Meinung der Dirigentin Ingeborg Schmidt daran, dass die jungen Leute für deutsches Liedgut nicht zu begeistern waren. Sie zogen Musik in englischer Sprache vor. Der Gemischte Chor wollte aber insbesondere den deutschen Chorgesang pflegen.

 

Beim Frühjahrskonzert unter dem Motto „Schön ist die Welt“ am 8. März 1997 verabschiedete sich Ingeborg Schmidt als Dirigentin. Sie hatte den Chor seit 1993 geleitet. Laut des ersten Vorsitzenden Gebhard Bohner ging eine Ära zu Ende.

 

Nach 29 Jahren endete am 26. März 1997 die Chorgemeinschaft der Eintracht mit dem Verein Harmonie/Frohsinn (beide Vereine hatten zuvor fusioniert). Der Hauptgrund lag im möglichen Wechsel des Probetermins von Donnerstag auf Dienstag, an dem sechs Böhringer Sänger nicht teilnehmen konnten. Der Gemischte Chor Eintracht sah größere Chancen, neue Mitglieder zu gewinnen, in einem festen Probetermin in einem nicht wechselnden Proberaum. Zum Zeitpunkt der Trennung bestand die Eintracht aus 32 Sängerinnen und Sängern. Im April 1997 schloss sich der Junge Chor Canti Nova der Eintracht an.