Die Jahre 1997 bis 1999

Im selben Monat verpflichtete die Eintracht Johannes Karrenbauer als Dirigenten, im Oktober 1997 übernahm Ralf Wagner den Jungen Chor. In dem bewegten Jahr 1997 fand auch das erste gemeinsame Advents- und Weihnachtskonzert der Eintracht unter der Leitung von Johannes Karrenbauer und dem Musikverein Böhringen (Leitung: Kuno Rauch) statt. Dazu schrieb Friedward Blume im Südkurier: „Der Chor eröffnete die schöne stimmungsvolle Musikstunde mit dem Lied ‚O Heiland, reiß die Himmel auf’ von Franz Philipp in drei strophischem Satz kompliziert gesetzt. Alle Achtung vor den Sängerinnen und Sängern bei dieser schweren Satzweise, die Stimmung nicht zu verlieren.“

 

Das Jahr 1998 war von diversen Chorleiterwechseln geprägt. Ende Januar wurde Johannes Karrenbauer von seinem Amt beim Gemischten Chor entbunden. Die im Februar engagierte Dirigentin Miriam Mauterer hörte bereits einen Monat später auf. Im September legte Ralf Wagner, Kantor in Sigmaringen, sein Amt bei Canti Nova aus beruflichen Gründen nieder. Im November 1998 wurde Musikprofessor Joszef Szarvas aus Bad Dürrheim als Chorleiter für den Gemischten Chor und Canti Nova verpflichtet.

 

Am 21. und 22. November 1998 wurde der im Juni 1957 gedrehte Heimatfilm „Bei uns zu Haus“ im Musikpavillon viermal aufgeführt. Über 350 Zuschauer besuchten die Vorstellungen. Der ursprünglich auf Schmalspur gedrehte Film, der im Laufe der Jahre unter schlechter Bild- und Tonqualität gelitten hatte, war in einem Münchener Studio auf VHS-Cassetten überspielt worden. Die Idee dazu hatte Konrad Schrott.

 

Beim Frühjahrskonzert 1999 in der Böhringer Mehrzweckhalle stellte sich erstmals der neue Chorleiter Joszef Szarvas vor. Der Südkurier schrieb dazu, dass der Gemischte Chor „das aufmerksame Publikum mit schönem Chorgesang“ begeisterte und Canti Nova das Stück „Phantom of the Opera“ „herrlich und trefflich sogar in Kostümierung in Szene“ setzte. Als Gastchor trat der Überlinger Shanty-Chor unter der Leitung von Paul Häsler auf. Dieser Chor „steigerte mit bekannten Seemannsliedern schnell die Stimmung im Saal“ und lud die Zuhörer zum Mitsingen ein. Doch schon Ende September stand der Gemischte Chor wieder ohne Chorleiter da. Szarvas „sei vermisst“, hieß es in einem Protokoll der Vorstandssitzung.