Von 2010 bis Heute

Am 12. Juni 2010 beteiligte sich die Eintracht am Sängerfest zum 175-jährigen Jubiläum des Gemischten Chors Radolfzell Harmonie/Frohsinn auf dem Radolfzeller Marktplatz. Zuvor hatten 15 Chöre und Ensembles an verschiedenen Stellen in der Innenstadt gesungen und waren anschließen in einem Sternmarsch auf den Marktplatz gezogen. Die Eintracht hatte sich in der Seniorenwohnanlage „Am Stadtgarten“ präsentiert. Im Rahmen des Sommerfestes im Juli 2010 wurde der Anbau des Musikpavillons eingeweiht.

 

„Lebendig, erfrischend und sehr erfreulich“: So umschrieb Südkurier-Mitarbeiterin Marina Kupferschmid in ihrem Artikel das „zu Recht viel beklatschte“ Konzert im Herbst 2010 in der Böhringer Mehrzweckhalle. Der Gemischte Chor unter der Leitung von Josef Weimert erfreute mit populärer Chormusik in Deutsch, Canti Nova bildete den „sehr schönen Kontrast“ dazu und glänzte mit „erstaunlichem Potenzial“. Einen „starken Eindruck“ hinterließ die Jazz-Combo der Jugendmusikschule Höri unter der Leitung von Josef Weimert und erhielten lang anhaltenden Applaus. Übrigens: Canti Nova wurde speziell für dieses Konzert von Kuno Rauch dirigiert. Der Leiter der Radolfzeller Stadtkapelle war kurzfristig eingesprungen, weil die bisherige Dirigentin Andrea Jäckle nach sehr kurzer Zeit aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste.

 

Zum Abschluss des Jahres 2010 hat der Verein 160 Mitglieder (55 aktive Sängerinnen und Sänger sowie 105 Passivmitglieder). Er ist ein aktiver Posten und ein wichtiger kultureller Träger im Ortsgeschehen. Böhringen, das 1975 nach Radolfzell eingemeindet worden ist, zählt rund 4.200 Einwohner und hat einen weithin bekannten Ruf als Storchendorf. Eine Postkutsche fährt nicht mehr, dafür ist der größte Ortsteil Radolfzells sehr gut über den Stadtbus, den Regionalzug „Seehas“, an die Bahnstrecke Offenburg-Radolfzell-Konstanz und an die A 81 angebunden. Einen Bahnhof mit Namen Rickelshausen gibt es zwar nicht mehr, dafür aber immerhin noch den Haltepunkt „Böhringen-Rickelshausen“. In Böhringen leben und arbeiten nur noch einige Vollerwerbslandwirte.

 

Zum Abschluss der Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum schrieb Ingeborg Schmidt: „Die Bereitschaft, den Chorgesang zu fördern und zu erhalten und die Kameradschaft zu pflegen, ist bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Möge uns das 125jährige Jubiläum von neuem Kraft und Mut geben, diese edlen Werte auch in Zukunft zu wahren und zu erhalten.“ Diesen Worten ist auch im Jahr 2011 nichts mehr hinzuzufügen.